Hannelore Furch

 

Hörgedichte 

Heimatlos
Hörgedicht von Hannelore Furch

    

Ein Spinnengedicht
Hörgedicht von Hannelore Furch

  

Die Fliehende Zeit
Hörgedicht von Hannelore Furch

 

 Die Texte:

Heimatlos

Eines Tages ging ich
durch ein Tor einfach fort
in die rettende Welt meiner Träume,
und die Welt empfing mich
hell im Sonnenschein dort
und es glänzten und blühten die Bäume.

Doch die Blüten hingen
spitz als Eiszapfen dran,
helle Sonne als Blendung dahinter,
hoch von oben fingen
laut Beschimpfungen an,
und es blitzte im frostigen Winter.

Wieder heimwärts trieb's mich
jetzt zurück durch das Tor,
wieder glänzten und blühten die Bäume,
doch Soldaten sah ich
und sie stürmten hervor
und zerschossen mir Blüten und Träume.


Die fliehende Zeit

Als wenn sie jemand triebe!
Die Zeit will ständig fort
und bleibt doch, mir zuliebe,
am Abend hier im Ort. 

Im Abendschlaf das Städtchen,
die Zeit dreht nebenher

ihr unsichtbares Rädchen,

ich spüre sie nicht mehr

und möchte nach ihr langen.
Der Wind ersetzt die Lück'

und raunt: "Sie ist gegangen

und kommt nicht mehr zurück."