Hannelore Furch
Gedichte, Romane, Erzählungen, Kurzgeschichten, Märchen, Fachliteratur


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Für Freunde der Lyrik in tradierten Versformen folgt ein lyrischer Wilkommensgruß in Form eines Retrogedichts zum März (Jambus):


Märzspaziergang

Noch schaut die Sonne schräg und kühl
und weiß nicht recht, was werde,
und pflegt doch schon ein Vorgefühl
von Frühling auf der Erde

und hat bereits vom Wiesengrund
den Nebel fortgenommen,
so bin ich in der Morgenstund‘
zur Rundschau angekommen.

Es rammelt in dem grünen Raum
ein liebestoller Hase,
ein Zweig vom wilden Apfelbaum
verzierte meine Vase

und stände schnell im Blütenstand.
Ich werde ihn nicht brechen,
er soll beim Frühlingsfest im Land
als Trumpf des Schönen sprechen.

Die Spinne hat als Festbeginn
den nächsten Tag verstanden,
sie zieht vom Klee zum Günsel hin
schon heute die Girlanden.

Die Männchen in der Vogelwelt,
brilliant im Festgefieder,
sind ganz auf Wettstreit eingestellt
und üben Minnelieder.

Der Vorlenz ist ein Überkleid,
es keimt der Lenz von innen
wie selbst in mir, es sprießt zur Zeit
und grünt in meinen Sinnen.


Märzspaziergang. Gedicht und Illustration von hannelore Furch